Rat der Religionen in Ulm

Herzlich Willkommen!

  

 

Für gutes Miteinander der Religionen

 Mit vielfältigen Aktionen feiert der Rat der Religionen in Ulm sein zehnjähriges Bestehen – und bringt sich ins Gespräch.

Bericht von Pavel Jerabek/DRS:

https://www.drs.de/ansicht/artikel/fuer-gutes-miteinander-der-religionen.html

 

 Der Rat der Religionen in Ulm fördert gutes Miteinander von Kulturen und Religionen: (von rechts) Dekan Ulrich Kloos, Rabbiner Shneur Trebnik, Samir Abdulahovic (IGBD Gemeinde Ulm), Candan Albayrak und Gülbahar Kaya (Ditib Ulm) und Kasim Kocakaplan (Alevitische Gemeinde). Foto: DRS/Jerabek

 

 

Der Polizeirabbiner | Jüdische Akzentsendung

https://www.ardmediathek.de/video/dokus-im-ersten/der-polizeirabbiner-oder-juedische-akzentsendung/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzQyNWUyNDA5LWVmZDktNGZhYS04Mjc5LWEyMGJlMWIzOTI4OA

 

Gemeinsam für den Frieden

Singen und beten für den Frieden: Der Rat der Religionen in Ulm lud ein zum gemeinsamen Friedensgebet für die Ukraine. Foto: DRS/Jerabek

Auf Einladung des Ulmer Rats der Religionen haben mehrere Hundert Gläubige für Frieden in der Ukraine gebetet.

„Shalom chaverim“ sangen die Ulmer Spatzen zu Beginn des Friedensgebets auf dem Ulmer Marktplatz: Friede sei mit euch, Freunde, Friede, Friede! Dass Frieden nicht nur ein Wunsch und eine Sehnsucht, sondern die Aufgabe und Pflicht derer ist, die heute Verantwortung dafür tragen, dass auch die junge und die nachfolgenden Generationen in einem guten Miteinander leben können, machte der Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Hans de Gilde mit seinen Liedern deutlich.

„Es ist gut und wichtig, dass wir alle in der großen religiösen Bandbreite als Gläubige zum Gebet versammelt sind“, sagte der Dekan des Dekanats Ehingen-Ulm, Ulrich Kloos. Im Einsatz für den Frieden stünden die Religionen zusammen und ließen sich nicht auseinanderdividieren. Das solle sichtbar und erlebbar werden in dem gemeinsamen Friedensgebet, erklärte Kloos, der einer der Sprecher des Rats der Religionen in Ulm ist. Nacheinander – jeder in seiner Gebetstradition – sprachen Vertreter der jüdischen und der muslimischen Gemeinden, eine Vertreterin der alevitischen Gemeinde und Dekan Kloos für die christlichen Kirchen ein Gebet.   

 

 

 

„Derjenige, der Frieden im Himmel macht, der soll auch Frieden zwischen uns Menschen machen", lautete die Bitte von Rabbi Shneur Trebnik. „Jeder Mensch auf dieser Erde hat das Recht auf ein friedvolles Leben. Niemand soll aus seinem Heime vertrieben werden und niemand soll gezwungen sein, flüchten zu müssen“, sagte Imam Bilal Ince.

„Dona nobis pacem“

Neben den Mitgliedern des Rats der Religionen nahmen auch Vertreter von Kirchen und Religionsgemeinschaften teil, die dem Rat nicht oder nur beratend angehören. Im Gebet vereinten sich so Pfarrer Andriy Pizo von der ukrainischen griechisch-katholischen Gemeinde in Neu-Ulm und Hegumen (Abt) Maxim Schmidt von der Russisch-Orthodoxen Gemeinde Ulm, die den Aufruf des Rats der Religionen mitunterzeichnet hatten. Außer ihnen konnte Dekan Kloos weitere Vertreter und Mitglieder von Religionsgemeinschaften begrüßen, darunter Erzpriester Walenty Gawryluk von der Ukrainisch Orthodoxen Gemeinde Neu-Ulm und den Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, Dietrich Borissowitsch Brauer, der in Ulm Zuflucht gefunden hat. Für die Ulmer Bürgerschaft nahm auch Oberbürgermeister Gunter Czisch als Gast an der Veranstaltung teil, die mit dem Lied „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden) – gesungen von allen Teilnehmenden – abgeschlossen wurde.

 

 

 

 

Treffen der Sprecher des Rats der Religionen am 23.03.2022

 

 

Der Rat der Religion lädt ein zum gemeinsamen Friedensgebet für die Ukraine. Nacheinander werden kurze Gebete verschiedener Religionsgemeinschaften gehalten. So beten christliche, muslimische und jüdische Religionsvertreter gemeinsam für den Frieden. Auch die Ukrainische Katholische Kirche in Neu-Ulm wird an der Veranstaltung teilnehmen. Musikalisch umrahmt wird das Gebet durch den Kinder- und Jugendchor Ulmer Spatzen.

Alle sind willkommen. Kommen Sie zahlreich und beten Sie mit uns für die Opfer des Krieges und eine friedliche Konfliktlösung.

Zitate aus dem Sprecherrat:

"Derjenige, der Frieden im Himmel macht, der soll auch Frieden zwischen uns Menschen machen", Rabbiner Trebnik.

„Jeder Mensch auf dieser Erde hat das Recht auf ein friedvolles Leben. Niemand soll aus seinem Heime vertrieben werden und niemand soll gezwungen sein, flüchten zu müssen“, Imam Ince.

"Ich finde es ein wichtiges Zeichen der Religionen, dass sie gemeinsam für den Frieden eintreten und beten. Im gemeinsamen Gebet aus dem Glauben liegt eine große Kraft. Das gilt für Gläubige aus allen Religionen. Das wollen wir mit dem Friedensgebet des Rates der Religionen Ulm vorleben. " Dekan Kloos.

gez. der Sprecherrat Rat der Religionen Ulm, in Kooperation mit der russisch-orthodoxen Kirchengemeinde Ulm:

Dekan Ulrich Kloos, katholische Kirche

Imam Bilal Ince, Türkisch-Islamischer Kulturverein Ulm e.V., DITIB

Rabbiner Shneur Trebnik, jüdische Gemeinde

Pfarrer Andriy Pizo, Ukrainische Katholische Kirche in Neu-Ulm

Abt Maxim Schmidt, Russisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Ulm

  

 

Stellungnahme zu den schweren Sachbeschädigungen an muslimischen Gebetsstätten in Ulm

In der vergangenen Woche habe mehrere Angriffe auf muslimische Gebetsstätten und Moscheegebäude in Ulm stattgefunden, verbunden mit mutwilliger Sachbeschädigung. Scheiben wurden eingeschlagen: Am 28.01. und am 30.1. in den Räumen der arabischen Moschee, ebenso beim DKBU.

Als Rat der Religionen verteilen wir diese Angriffe auf Gebetsstätten aufs Schärfste. In Deutschland ist die freie Religionsausübung nicht nur Menschenrecht, sondern auch durch unsere Verfassung garantiert.

Am Mittwoch vergangener Woche hatten wir bei einem Treffen der Religionen uns ausgetauscht, über den Beitrag der Religionen zu einem friedlichen Zusammenleben. Impuls war eine Erklärung des internationalen Treffens "Religions für Peace" in Lindau, bei dem alle Teilnehmer folgende Erklärung abgegeben hatten: "Getragen von meiner eigenen Glaubenstradition und im Respekt vor religiösen Unterschieden, verpflichte ich mich zur multireligiösen Zusammenarbeit für den Frieden. Ich werde mit Gläubigen anderer Religionen partnerschaftlich zusammenarbeiten."

Als Rat der Religionen treten wir für gegenseitigen Respekt vor der Glaubenspraxis der anderen ein. Wir versichern den Betroffenen Gemeinden unsere uneingeschränkte Solidarität. Und wir appellieren an alle Ulmerinnen und Ulmer, wachsam zu sein, wo der Respekt voreinander abhanden kommt und sich einzusetzen für ein gutes Miteinander der verschiedenen Religionen, Kulturen in unserer internationalen Stadt.

Februar 2020

Dekan Ulrich Kloos und Rabbiner Shneur Trebnik, Sprecher des Rates der Religionen Ulm

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/ulm_-angriffe-auf-muslimische-gebetsraeume-ulmer-rat-der-religionen-verurteilt-attacken-auf-moschee-gebaeude-43409581.html

  

Weltkonferenz „Religions für peace 2019“ in Lindau

Beobachtungen von Elisabeth Zoll (Redakteurin Südwest-Presse) – vorgetragen beim Ulmer Treffen der Religionen am 29. 1. 2020 in Ulm (Bürgerzentrum Wiblingen)

Im Herbst 2019 trafen sich in Lindau Vertreterinnen und Vertreter von Religionen aus aller Welt, um zu diskutieren, wie Religionen zum Frieden in der Welt beitragen können.

Die Weltkonferenz wurde 1963 gegründet. Sie soll dazu beitragen, Konflikte weltweit im Verständnis von Religion und glauben zu lösen.

Für einige TeilnehmerInnen - so Elisabeth Zoll – bedeutet die Teilnahme in Lindau auch eine persönliche Gefährdung bis hin zur Morddrohung.

Konflikte fielen keineswegs unter den Tisch. Sie wurden ehrlich benannt. In geschütztem Rahmen und z.T. hinter verschlossenen Türen sprachen VertreterInnen aus Ländern mit schweren religiösen Konflikten miteinander, z.B. aus Nigeria, Myanmar, Südsudan, etc.

Ein Bischof aus Nigeria berichtete, dass in Kampfgebieten im Norden bei beim Freitagsgebet Christen die Moscheen schützen und am Sonntag Muslime den Sonntagsgottesdienst der Christen.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Frauen. Nur mit ihnen kann nach Auffassung der Konferenz Frieden in einer Gesellschaft ermöglicht werden.

Die Beobachtungen von Elisabeth Zoll machten Mut, zeigten aber auch offene Baustellen an Konflikten und ungeklärter Gewalt.

Die Weltkonferenz in Lindau schloss meiner gemeinsamen Erklärung (www.rfp.org).

https://www.swp.de/suedwesten/_religions-for-peace_-treffen-in-lindau-weltversammlung-_religions-for-peace_-zeichen-des-friedens-32552959.html

 

Verabschiedung Imam Israfil Polat

Bei der Sitzung des Rats der Religionen am 26.11.2019 wurde Imam Israfil Polat als Sprecher der Türkisch Islamischen Kulturvereins verabschiedet. Er verlässt Ulm aus beruflichen Gründen. Er wurde mit einem Buchgeschenk als Dank für seine engagierte Arbeit im Gremium verabschiedet.

Ein Porträt zum Nachlesen über Imam Israfil Polat:

http://migrationnachulm.de/rat-der-religionen-in-ulm-ein-portraet-seiner-arbeit/

  

Stellungnahme zum Anschlag auf die Synagoge in Halle am 09.10.2019

 

v.l. Dekan Ulrich Kloos, Imam Israfil Polat, Rabbiner Shneur Trebnik. 


Als Ulmer Rat der Religionen sind wir entsetzt und fassungslos, dass jüdische Bürger unseres Landes um ihr Leben fürchten müssen.

Ausgerechnet am Jom Kippur wurde auf sie in Halle ein antisemitischer Anschlag verübt. Wir trauern mit den Angehörigen der Opfer, bangen um die Verletzten und stellen uns an die Seite unserer jüdischen Geschwister.

Wir als Rat der Religionen wollen diesmal zeigen, dass etwas anders ist in der deutschen Geschichte: Die jüdischen Gemeinden sind nicht allein gelassen, sondern Sicherheitskräfte, Politik, Religionen und einfach auch engagierte Bürger und Bürgerinnen stehen gegen Hass und Antisemitismus an Ihrer Seite. Diesmal werden es die Antisemiten nicht schaffen, unserer Zusammenleben und unsere freiheitliche Grundordnung zu zerstören. Diesmal nicht!

In der Ulmer Bürgerkirche, dem Ulmer Münster stellen wir eine brennende Kerze auf mit einem Gedenkbuch und der Erklärung des Rates der Religionen daneben.

Für den Ulmer Rat der Religionen

Dekan Ulrich Kloos, Imam Israfil Polat, Rabbiner Shneur Trebnik. 

 

Erster Bundeskongress der Räte der Religonen in Hannover/Frankfurt am 18.09.2018

Eine Presseerklärung dazu:

https://www.bundeskongress-religionen.de/

 

Stellungnahme zum Anschlag auf die IGMG Moscheegemeinde am 19.03.2018

Die Sprecher, Volker Bleil (christliche Gemeinden), Israfil Polat (muslimische Gemeinden) und Shneur Trebnik (jüdische Gemeinde), reagierten schnell und waren besorgt und betroffen angesichts eines möglichen politischen oder religiösen Motivs des Anschlages auf eine religiöse Gemeinde in Ulm.

"Wir verurteilen diese Tat auf das Schärfste. Ganz gleich, was die Hintergründe oder Motive der Täter sein mögen, werden wir Anschläge auf Gebetshäuser unabhängig von Konfession oder Religionsgemeinschaft entschieden entgegentreten. Unterschiede im Glauben dürfen nie Anlass für Gewalt sein. 

 

Die gesamte Stellungnahme, die die Stadt Ulm zusammen mit dem Rat der Religionen abgegeben hat, steht hier zum Download zur Verfügung.

  

um 16.15 Uhr am Brandanschlagsort bei der IGMG Ulm

 

Trauer und Abschied

Wir sprechen unsere Trauer, unsere Mitgefühle und unsere Betrofffenheit über den Verlust unseres Gründungsmitglieds Nihad Smajic (ehemaliger Vorstand des IKC Ulm) am 24. Januar 2018 aus.

Der Tod ist nicht das Ende, sondern das Tor zu einem ewigen Leben. In diesem Sinne möge er ihn Frieden ruhen, in Frieden auferstehen und in Frieden wiederleben.